Eine von siebentausend oder hundert Millionen davon!

Fachschaft Deutsch

Siebentausend Sprachen werden derzeit weltweit gesprochen, in Europa sind es 150 Sprachen, 40 verschiedene davon im Kaukasus. Spitzenreiter aller Länder ist Papa-Neuginea in Asien: Dort werden 820 verschiedene Sprachen gesprochen. 

Welche Sprache lernen die meisten Menschen als erste? Nein, es ist nicht Englisch, sondern Chinesisch - die Muttersprache von 1200 Millionen Menschen, Englisch-Muttersprachler kommen weit abgeschlagen auf Platz zwei mit 339 Millionen Sprechern, gefolgt von Spanisch, Hindi und Arabisch.

Und die Sprache, um die es hier geht? Deutsch? Etwa 100 Millionen Menschen nennen jene Sprache ihre Muttersprache, die der englische Schriftsteller Mark Twain als Fremdsprache erlernen musste, weshalb er sie in einer Rede als eine "schreckliche Sprache" bezeichnete, was er unter anderem damit begründete:
"Im Deutschen hat ein Fräulein kein Geschlecht, eine Rübe dagegen schon.Welch eine übermäßige Hochachtung vor der Rübe und welch eine kaltherzige Missachtung des Mädchens verrät sich hier!"

Nein, Deutsch ist keine schreckliche Sprache, sondern eine der raffiniertesten und schönsten. Die Deutschlehrer und -lehrerinnen dieser Schule wissen dies und lieben diese Sprache. 

Und wenn wir alle zusammen viel lesen und schreiben, miteinander sprechen und einander zuhören, so wird die deutsche Sprache im Lauf eurer Schulzeit viele Blüten ihrer Schönheit entfalten.

Poetry Slam 2018

Anlässlich des Jubiläums "350 Jahre Ursulinen in Landshut" fand an unserer Schule ein Poetry-Slam-Workshop mit anschließender Abendveranstaltung statt. Geleitet und moderiert wurde er von Lars Ruppel, dem mehrfachen deutschen Meister im Poetry Slam, der eigens aus Berlin angereist war. Elena Niedermeier aus der 9e, eine der Teilnehmerinnen des Workshops erinnert sich so an den Workshop:

Es war Montag, der 5. März, und eigentlich hatte ich gar keine so rechte Lust auf den Poetry Slam-Workshop an diesem Nachmittag. Als ich mich dafür angemeldet hatte, hatte ich mich eigentlich ziemlich darauf gefreut, doch an diesem Tag war mir irgendwie nicht nach Schreiben zumute und ich befürchtete, ich würde wohl keinen einzigen ordentlichen Satz auf's Papier bringen können, zumal wir wohl Themen vorgegeben bekommen werden würden.

Aber schlussendlich hatte es doch Spaß gemacht. Hatte ich zunächst noch gedacht, der Workshop würde sich über lange, quälend zähe Stunden erstrecken, flog die Zeit nur so dahin. Wir begannen mit einer Vorstellungsrunde und es stellte sich heraus, dass wir einige erfahrene Schreiber, aber auch sehr viele Anfänger in der Gruppe hatten. Dann sollten wir fünf Synonyme für das Wort 'sprechen' finden, doch die darauffolgende Aufgabe ließ mich stutzen. Noch nie hatte mir jemand gesagt, ich solle Neologismen, Wortneuschöpfungen, zu den Worten Katze, Baum und Ursulinen-Realschule kreieren oder mithilfe von Vergleichen beschreiben, wie ich mich fühlte. Der Workshop war ganz anders, als ich gedacht hatte (und das nicht zuletzt durch den wunderbaren Motivationsspruch "Ich bin müde, ich bin ein Pony und ich kann gar nichts!"). Ich war wirklich positiv überrascht, auch wenn sich am Ende meine Befürchtung bewahrheitete: Wir mussten uns eines von drei Themen (Mädchen, Schule, Kloster) aussuchen und uns daran orientieren, doch das war auch schon die einzige Einschränkung und schlussendlich hatte jede Teilnehmerin ihren eigenen, ganz individuellen Text verfasst. Kein Text glich dem anderen und ein Großteil davon wurde dann am Abend vorgetragen, was auch nur halb so schlimm war, als ich erwartet hatte.

Wer neugierig auf die Texte dieses Workshops geworden ist, findet einige davon hier.

Ein Nachrichtenbeitrag von isar-TV zum Poetry Slam findet sich ab Minute 2:05 hier.

Jugend debattiert

Jugend debattiert ist der größte bundesweite Schülerwettbewerb zur sprachlich-politischen Bildung. Der Wettbewerb existiert seit 2001/2002, die Ursulinen-Realschule Landshut nimmt seit dem Schuljahr 2003/2004 an „Jugend debattiert“ teil. In den vergangen  Jahren konnten sich die Ursulinen-Schülerinnen in den weiteren Wettbewerbsrunden wiederholt auch gegen eine vorwiegend gymnasiale Konkurrenz auf den vorderen Plätzen behaupten.

Sternschnuppen am Horizont des Deutschunterrichts

Die Aufsatzkorrektur ist ein mühevolles Geschäft. Und dennoch: Im Gegensatz zu vielen anderen korrekturfreundlicheren Aufgaben bieten viele Aufsatzarten den Schülern einen Freiraum, indem sie von der Schreiblust geleitet plötzlich beginnen, ihre Welt in wunderbare Worte zu kleiden. Und dann kann manchmal eine Passage im Aufsatz das auslösen, was jeder gute Text, ja, was gute Literatur zu bewirken vermag: Der Leser erhält einen faszinierenden Einblick in ein anderes Leben, in eine andere (Innen-)Welt. Hier finden sich solche starken Texte unserer Schülerinnen.

"Übrigens ließe sich an einer Auswahl solcher Gedichte die ganze Poetik gar wohl vortragen..." (Johann Wolfgang von Goethe) - Der Balladenabend 2016

Über 500 Besucher ließen sich am Schuljahresende vom Zauber der Balladen verführen. An der Ursulinen-Realschule Landshut fand nämlich nach vielen Jahren wieder einmal ein Balladenabend statt. Dabei durften sich die  Zuschauer über eine enorme Vielfalt freuen: Da da Wort Ballade vom okzitanischen Begriff "ballata" abstammt und in der mittelalterlichen Welt der Troubadoure die Bezeichnung für Tanzlieder war, umrahmte eine Gruppe historischer Tänzerinnen, die an der Schule von Alexandra Mirlach trainiert werden, das Programm mit Tänzen aus der Zeit Claudio Monteverdis. Im musikalischen Bereich genießt der Begriff der Ballade heute als Pop- und Rockballade hohe Beliebtheit. Deshalb wurden im Lauf des Abends vom Chorensemble und den Chorklassen auch zahlreiche melancholisch, langsame Songs dargeboten, etwa "Wake Me Up, When September Ends" oder "Wind of Change". Vom Wind dieser "Ballade der Wende" ging's flugs zu jenem Wind, der "in dürren Blättern säuselt", also zu Goethes "Erlkönig", der klassisch vorgetragen und gerappt wurde. Zu Begeisterungsstürmen konnte dabei Isabell Haury die Zuschauer hinreißen, indem sie eine freche Parodie entwickelte, die die Schauerballade jedes Schreckens entkleidete. Parodistisch und szenisch setzten sich Schülerinnen einer siebten Klasse auch mit dem "Zauberlehrling" auseinander, wo ein lustloser Besen sich erst zum Wasserholen bequemen wollte, nachdem er mit Geld bestochen worden war. Der Reigen der literarischen Balladen reichte von anspruchsvollen Klassikern wie Gottfried August Bürgers "Lenore" und Friedrich Schillers "Bürgschaft" bis zu raren Fundstücken wie Detlef von Liliencrons "Ballade in U-Dur", die der Mathematiklehrer Martin Bauch frei rezitierte. Dass Lehrer und Schüler miteinander und nebeneinander singen, spielen und sprechen, war auch diesmal ein wesentliches Gestaltungsprinzip und so konnte auch mancher Lehrer die Spannung am eigenen Leib spüren, die für Schülerinnen in der Prüfungsflut eines langen Schuljahres zum Alltag gehört. Am nervenstärksten zeigte sich dabei Alexander Hollmayer, der sich nicht nur für den Sound der Schulband verantwortlich zeichnete, sondern der auch Ludwig Uhlands Ballade "Graf Eberstein" nach Carl Loewe zum Vortrag brachte, um im Anschluss daran Emerenz Meiers "Wödaschwüln" aus dem Bayerischen Wald ausdrucksstark zu intonieren. Franz-Josef Scheidhammer führte mit  schwungvoller Moderation durch das Programm und konnte sich am Ende nicht nur bei zahlreichen Interpreten bedanken, sondern auch bei einem begeisterten Publikum, das dem langen, unterhaltsamen Abend mit höchster Aufmerksamkeit gefolgt war. 

Aus der Rubrik "Aktuelles":

Besuch in der Buchhandlung zum Welttag des Buches (21.04.18)

Den 23. April, den Todestag von Miguel de Cervantes und William Shakespeare, erklärte die UNESCO 1995 zum Welttag des Buches. Aus diesem Grund besuchen rund um diesen Tag unsere fünften Klassen eine Landshuter Buchhandlung.
Den Termin wahrgenommen hat bereits die 5c, die während ihrer Deutschstunde bei Bücher Pustet zu Gast war. Dort wurde sie von der Mitarbeiterin Sonja Reischer freundlich empfangen. Nach einem kurzen Gespräch über Lieblingsbücher, über den Werdegang eines Buches und die Besonderheiten der sogenannten Buchpreisbindung, durften die Schülerinnen eine Rallye durch die Buchhandlung unternehmen, bei der sie die Antworten für ein Quizblatt finden konnten. Mit etwas Glück können sie dann bei der großen Verlosung am Ende des Schuljahres ein Buch gewinnen. Zum Abschluss gab's aber bereits für alle Schülerinnen gratis das diesjährige Lesetagsbuch mit dem Titel "Ich schenk dir eine Geschichte".

Auf dem Nachhauseweg durfte sich die 5c übrigens noch über eine besondere Leistung freuen: Franz-Josef Scheidhammer hatte nämlich im Jahr 2000 einen Wettbewerb gestartet, wonach diejenige Klasse, die eine Aufsatzschulaufgabe ohne das/dass-Fehler bewältigen würde, von ihm ein Eis spendiert bekäme. Nachdem 94 Klassen vorher gescheitert waren, konnte sich nun die 5c dieses Eis bei frühsommerlichen Temperaturen auf der Zunge zergehen lassen. 

Beste Vorleserin: Elira Cerimi (07.12.17)

Der Advent ist momentan nicht nur an vielen Stellen im Schulhaus zu sehen - beim Vorlesewettbewerb erweckte Elira Cerimi aus der 6a mit ihrem gekonnten Vortrag aus Cornelia Funkes Buch "Hinter verzauberten Fenstern" ebenfalls eine adventliche Stimmung. Auch die Vertreterinnen der anderen sechsten Klassen, Clara Holzapfel (6b), Lea Kosch (6c) und Ronja Gehrig (6d) trugen sowohl ihren selbstgewählten Text als auch den von der Jury vorgelegten Fremdtext (James Krüss: Mein Urgroßvater und ich) hochkonzentriert und ausdrucksstark vor. So war es für die Jury nicht leicht, eine Siegerin zu bestimmen. In der Jury saßen Regina Stanglmaier als Vertreter der Schülerinnen, Isabelle Valina als Vertreterin der Eltern und Franz-Josef Scheidhammer als Vertreter der Deutschlehrer. Bei der Siegerehrung erhielten die vier Klassensiegerinnen eine Urkunde sowie einen Buchgutschein, für den wir uns beim Elternbeirat bedanken. Wir sind nun gespannt, wie es Elira in der nächsten Wettbewerbsrunde ergehen wird und wünschen ihr schon jetzt viel Erfolg. Insgesamt werden in diesem Schuljahr über 700.000 Schülerinnen und Schüler um den Bundessieg im traditionsreichen Vorlesewettbewerb wetteifern. 

Jeder sollte einmal reisen... (23.11.17)

...in das schöne Lummerland", heißt es im Titelsong von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer". Jede Schülerin sollte im Laufe ihrer Realschulzeit aber auch mindestens einmal in das schöne Land des Theaters reisen. Deshalb machten sich unsere Fünftklasslerinnen heute auf den nicht ganz kurzen Weg ins Theaterzelt des Landestheater Niederbayern, um die Bühnenadaption von Michael Endes Kinderbuchklassiker mitzuerleben. Nach der Rückkehr haben sie erzählt, wie's ihnen gefallen hat. Wer neugierig geworden ist, klicke aufs Videosymbol.